Frühaufsteher: Tag 2 – Kaltes, klares Wasser

Dieser Post ist Teil einer Selbstversuch-Reihe: In dieser Reihe versuche ich andere Routinen auszuprobieren und zu schauen, was diese Änderung im Tagesablauf mit meinem Körper und Geist macht.

Der zweite Morgen

Der Wecker stand auf 4:30 Uhr. Meine Uhr weckte mich mit einem leichten Vibrieren, ich war bereits mehr oder weniger wach, was ich auch schon mal gegen 1:39 gewesen bin … diesmal drückte ich nicht den "Aus"-Schalter. Ein Griff zum Telefon, Flugmodus aus, eine kurze Recherche über Podcasts, da ich gestern Abend beim Einschlafen abermals darüber nachdachte, wie schön es wäre wieder einen Podcast zu starten.

Zum Thema Podcast: Ich habe schon mal einen Podcast produziert, von 2005 bis ca. 2011 gab es alle zwei Wochen den NEROTUNES Podcast. Einen Podcast über die EBM, Gothic, Industrial "Szene", mit News, Musik und Festival/Konzertberichten.

Zwischendurch hatte ich 2015 mal einen Neustart versucht, vom Leben im Ruhrpott angehaucht, unter dem Namen NERO.fm, the podcast. redifined, again. Das Konzept war unausgereift, der Wunsch eine Art Radio-Sendung mit Musik zu machen war Wunschvater des Gedanken, was in Deutschland dank eigenartiger GEMA-Regelungen faktisch nicht umsetzbar war und ist.

Wie auch immer, ich mach mir dazu mal Gedanken und ein Konzept.

Zurück ins hier und jetzt: Heute habe ich nach dem Frühsport direkt ein paar Dinge am Rechner erledigt. Das fühlt sich gut an, da man quasi schon vor allen anderen und vor dem daily job dringende Dinge aus dem Kopf und erledigt hat, sprich man hat die Zeit, Muse und den Kopf frei für alles was der Tag noch bringen wird. Großartigst, wirklich. Das liebe ich jetzt schon.

Gestern Abend war ich, wie geschrieben noch in der Ostsee baden, was schon relativ frisch war, aber immer noch kein Vergleich zum Anbaden dieses Jahr am 17. Februar bei ca. 3-4 Grad Wassertemperatur. Mein Vorsatz ist es, das Baden in der Ostsee ganzjährig durchzuziehen, d.h. mindestens einmal pro Woche in der Ostsee zu baden. Seit Jahresanfang gab es diverse Wochen, in denen ich dieses Vorhaben sogar 3-4 Mal pro Woche geschafft habe. Ab und an durfte mein Körper dabei auch Nordsee-Wasser genießen.

Ich fragt euch sicherlich, warum man sowas macht, bei kalten Temperaturen baden, im Meer. Da entgegne ich gerne: Probier' es aus! Es macht so viel mit dir und deinem Körper. Man ist weniger krank, fördert die Durchblutung, entlastet bei regelmäßigem Baden dauerhaft das Herz-Kreislauf-System, treibt Sport/Anstrengung für den Körper auf eine angenehmere Art und Weise als sich im Fitness-Studio zu ertüchtigen, ist an der frischen Luft. Hinzu kommt, dass das Salzwasser in der Ostsee den exakt gleichen Salzgehalt hat wie unser Schweiß, unsere Tränen, unser Blut. Sprich der Körper muss im Salzwasser der Ostsee, noch weniger als in der Nordsee, wo der Salzgehalt leicht höher ist, mit der Haut gegen den Außendruck ankämpfen. Außerdem belebt es und macht frisch im Kopf. Und die Blicke der Spaziergänger im Winter sind zudem unbezahlbar.

Wer nicht im Meer baden kann oder möchte, dem empfehle ich zumindest eine kalte Dusche, und damit meine ich ausschließlich kalt, nicht nur kalt abduschen. Ich habe damit um Weihnachten 2019 angefangen und hätte wohl ohne dieses Vorgehen niemals im Februar angebadet. Tastet euch ran an das kalte Wasser, ein paar Tage lauwarm und dann immer kälter, selbst das macht schon etwas mit euch. Passend zum Thema fand ich dieses Video:

So jetzt aber Kaffee, Tag abermals starten, dann Duschen. Frühstück gibt es später im Office.

Der frühe Vogel hat mehr vom Tag, bis Morgen.

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